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eBook ist nicht PDF

Oftmals werden bereits PDF-Dateien als eBook bezeichnet. Dies ist jedoch ein Irrtum. PDF-Dateien sind keine eBooks. Ihnen fehlt insbesondere die Eigenschaft sich an die Größe des jeweiligen Endgerätes anzupassen. Insbesondere auf einem mobilen Endgeräte muss der Anwender dann ständig von links nach rechts scrollen, um bei angemessener Schriftgröße eine Textzeile lesen zu können. PDF-Dateien sollten nur für den Austausch von Dokumenten, die ausgedruckt oder archiviert werden sollen, verwendet werden. Zur Distribution von Texten, die mit mobilen Endgeräten gelesen werden sollen, sind sie ungeeignet.

eBooks im Hochschulkontext

Quelle: teclasorg, flickr.com

eBook steht für elektronisches Buch, d.h. das Buch liegt in als Datei statt in gedruckter Form vor. Der Leser benötigt zum Betrachten einen entsprechenden Reader. Dieser Reader kann ein entsprechendes Anzeigeprogramm für den Desktop-PC, eine spezielle Hardware wie der Kindle von Amazon oder eine entsprechende App für das Smartphone oder Tablet (iPad) sein. eBooks unterscheiden sich dabei prinzipiell von PDF-Dokumenten. Im Gegensatz zu diesen liegen eBooks nicht mit einem fixiertem Layout vor, sondern der Leser kann selbst über Schriftgröße etc. entscheiden. Der Reader passt den Inhalt dann vom Layout und Seitenumbruch entsprechend für das jeweilige Format des Endgerätes optimiert an. Möglich ist dies, da Inhalte von eBooks nicht in einer Seiten orientierten Form erstellt werden sondern lediglich ähnlich wie bei LaTeX und HTML logisch gekennzeichnet werden.

Die wesentlichen Vorteile für eBooks im Hochschulkontext liegt jedoch nicht in der Anpassung an die Bedürfnisse des Lesers:

  • Verkürzung der Produktions- und Distributionswege, die Datei kann im Gegensatz zum Druck schnell und einfach über Lernplattformen und Webseiten elektronisch verteilt werden.
  • Auf einem Endgerät können sehr viele eBooks gespeichert und genutzt werden. D.h. Bücher, die sonst ein Gewicht von etlichen 100kg hätten können auf einem Endgerät mit wenigen 100 Gramm verfügbar vorgehalten werden.
  • eBooks können sehr leicht durchsucht werden.
  • Sie bieten non-destruktive Möglichkeit für Markierungen und Notizen im Text. 
  • Interaktive Elemente sind ohne Medienbruch möglich. 
Im Moment sind 3 eBook-Formate im Hochschulkontext denkbar. Die folgende Tabelle soll einen Überblick mit spezifischen Vor- und Nachteilen vermitteln. Bei weiteren Fragen unterstützen wir Sie gerne.

Format ePub 2.0 ePub 3.0  Apple iBooks 
Beschreibung Der aktuelle Standard für elektronische Bücher. Weiterentwicklung des ePub Standards. Bisher leider kaum von Endgeräten unterstützt. Propertiäre Eigenentwicklung von Apple. Dieses Format zeichnet sich durch die kostenlose durch Laien bedienbare Authoring-Software und die einfach Möglichkeit eine Vielzahl von interaktiven Elementen bei gleichzeitiger voller Kontrolle über das Layout aus. Es wurde speziell für Lehrwerken konzipiert.
Lesegeräte Praktisch alle mobilen Endgeräte (Smartphones, Tablets, ...), Konvertierung für propertiäre Endgeräte (z.B. Amazon Kindle) meist möglich. Als einziges Endgerät unterstützt bisher das iPad diesen Standard zu großen Teilen. Für andere Endgeräte fehlen noch die Reader-Apps. Anzeige nur auf dem iPad möglich.
Unterstützte Inhalte
Nur Text und Bilder möglich Text, Bilder, Videos, über HTML-5 Programmierung interaktive Elemente wie Testfragen etc. Text, Bilder, Videos, Diagramme, Tests, Bildergalerien, 3D-Objekte, interaktive Infografiken, Einbindung von Präsentationen, eigene mit HTML5 programmierte Elemente.
Vergleichbares Printprodukt  Roman, Lesetext Handout, Broschüre  Magazin, Lehrwerk 
Fazit Für reinen Fließtext und Bilder das ideale Format, da es mit nahezu jedem Endgerät verwendet werden kann. Zukünftig das interessanteste Format. Es fehlt aber noch die zeitliche Perspektive, ab wann die Endgeräte diesen Standard tatsächlich unterstützen.  Wenn die Einschränkung auf iPads als Lesegerät akzeptabel ist die beste Wahl. Selbst Laien erstellen mit der kostenlosen Software iBooks Author in kurzer Zeit optisch ansprechende und interaktive eBooks ganz ohne zu programmieren. 

 

 

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